Systemische FamilientherapieDie systemische Familientherapie hat sich in den fünfziger Jahren aus der familientherapeutischen Arbeit heraus entwickelt. Die "systemische Bewegung" ist ein Resultat aus der Erfahrung unterschiedlicher Therapeuten an unterschiedlichen Orten, in welch hohem Mass Familienmitglieder in die Problematik des Patienten eingebunden sind. Nicht selten entstand der Eindruck, dass beispielsweise Familienangehörige jugendliche Patienten gerade dann aus der Therapie herausnahmen, wenn erste Fortschritte erzielt worden waren. Ansatz der systemischen Familientherapie ist aber nicht die Ursachen- oder gar Schuldverschiebung vom kranken Patienten zur "krankmachenden" Familie. Doch die Erkenntnis, dass ein scheinbar krankes Verhalten in einem kranken System geradezu logisch und zum Überleben zwingend notwendig sein kann, führte zur Entwicklung neuer Techniken, um die krank machende Familienkonstellation zu erschüttern und neue Prozesse in Gang zu setzen. Zielsetzung der therapeutischen Intervention ist es, durch konsequente Spiegelung einer Aussenperspektive den Rahmen der wechselseitigen Selbst- und Fremdwahrnehmung und -interpretation und damit die Spielregeln der Interaktion der Familie zu verändern. Dazu wurden u.a. spezielle Fragetechniken entwickelt. Dem Therapeuten/der Therapeutin kommt im systemischen Verständnis eine besondere Rolle zu: es geht nicht mehr nur um die Diagnose und vorgefasste Lösungsmodelle, sondern darum, sich in das jeweils einmalige Organisationssystem des Klienten einzufühlen, in einen neugierigen und respektvollen Dialog mit einem Einzelnen, einem Paar oder einer Familie zu treten, um sie darin zu unterstützen, Blockaden aufzulösen und neue Muster des Zusammenlebens zu entwickeln. Struktur der Wochenenden:
- Systemische Theorie - Systemisches Denken.
- Diagnostisches Konzept / Genogrammarbeit
- Geschwisterkonstellationen, Zugehörigkeit, Familiengeheimnisse
- unterschiedliche familientherapeutische Ansätze
- Therapeutisches Basisverhalten / Basiskompetenzen
- spezielle systemische Fragestellungen / Betrachtungsebenen
- Werkzeuge der systemischen Therapie
- Therapieauftrag, Traumatisierungen, Ethik
Zielgruppe - Ärzte
- Diplompsychologen
- Pädagogen
- Heilpraktiker
- Menschen, die eine grundlegende psychotherapeutische Ausbildung machen möchten, um Ihren persönlichen Handlungsspielraum zu erweitern oder perspektivisch selbständig zu arbeiten
Ausbildungsort: Münster Dozentin: Heide Hielscher Kurszeit: 1 Jahr, 10 Wochenenden 18.-20.03.2011 freitags 18:00 - 21:00 h, samstags 09:00 - 15:45, sonntags 09:00 - 15:00 h (180 UStd.) Ausbildungsgebühr: € 2.520,- bzw. 12 Raten à € 215,-. Termine und Preise für die nächste Ausbildung "Systemische Familientherapie"finden Sie auf unserer Fachausbildungsliste unter "Termine". Dort können Sie auch ein Anmeldeformular als pdf-Dokument herunterladen.
|